Daniel Suarez: „Daemon“ und „Darknet“

Bei netten Kollegen hatte ich die beiden Bücher „Daemon“ und „Darknet“ ausgeliehen.

Worum geht es?

In „Daemon“ geht es nicht etwa um Auswüchse der Unterwelt, sondern um einen – sehr an Steve Jobs erinnernden – visionären und sehr vermögenden Spieldesigner der nach seiner Krebserkrankung die Welt durch einen sehr ausgefuchsten daemon der ganz konkrete Auswirkungen auf das reale Leben hat in Atem hält. Durch das automatische Verteilen winziger Auftragspakete an einzelne Firmen und Personen die voneinander nichts wissen, aber gemeinsam etwas bewirken passieren sehr viele Dinge, die die Weltordnung in Frage stellen.

In „Darknet“ ist der daemon so weit fortgeschritten, dass weite Teile der Gesellschaft unterwandert sind und eine neue Gesellschaftsordnung entwickeln, die alternative Formen der Energiegewinnung und gegenseitigen Interaktion erproben. Dazu nutzen die Darknet-Mitglieder u. a. ein HUD-Display, das frappierend an Googles Project Glass erinnert. Die derzeitigen Machthaber blasen zum Gegenangriff und es kommt zum großen Showdown.

Und – wie war’s?

Spannend – wenn auch für meinen Geschmack etwas zu actionlastig – geschrieben verbinden die Romane Gesellschaftskritik mit einer Variante von Science Fiction, die man schon fast als realistisch bezeichnen muss. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Theorie gewünscht, als anregende Unterhaltung aber auf jeden Fall zu empfehlen.

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