David Safier: Jesus liebt mich

Der Bestseller- und Drehbuchautor David Safier hat mit „Jesus liebt mich“ eine Mischung zwischen „Bridget Jones“ und „Das Leben des Brian“ vorgelegt, die sich monatelang auf der Spiegel-Bestseller-Liste hielt. Durch einen netten Zufall bekam auch ich das Buch zu lesen…

Worum geht’s?

Das weibliche Nervenbündel Marie gibt ihrem treusorgenden Freund in der Kirche das Neinwort und trifft kurz darauf einen gutaussehenden Mann mediterranen Typs, der sich Joshua nennt und behauptet Jesus zu sein. Marie verliebt sich in den stets freundlichen aber etwas weltfremd wirkenden Exoten und diese Liebe scheint erwidert zu werden. Als weitere Zutaten zu dieser romantischen Komödie gibt es noch den videosüchtigen Nerd-Freund, den Ex-Engel Gabriel, die ukrainische Ex-Nutte Swetlana (die gleichzeitig die neue Liebe ihres Vaters ist) sowie ihre psychotherapeutische Mutter und einen Schwan, der wahlweise wie George Clooney oder Alicia Keys aussieht aber in Wirklichkeit jemand ganz anderes ist.

Und – wie war’s?

So absurd die Besetzungsliste, so krude die Story. Betont gewollt „witzig“ (und damit immer ein wenig über das Ziel hinausschießend) reihen sich hier ach so spassige Dialoge und Slapstick-Szenen aneinander. Wer Bridget Jones mochte, wird hier einige deja-vu-Erlebnisse verzeichnen können. Fast könnte man meinen es wurde im großen Stil abgekupfert und das ganze noch um ein paar religiöse Zusätze erweitert. Diese kommen doch recht betulich daher. So klischeebehaftet wie die anderen Hauptakteure auftauchen wird hier auch ein schüchterner Jesus Christ Superstar in der Identitätskrise porträtiert der seinen apokalyptischen Auftrag noch mal überdenkt.

Mein Fazit: Gut für ein paar Lacher, aber sonst leider ziemliches Fast-Food. Was schön gelungen ist, ist die Integration der Comic-Zeichnenden Schwester von Marie, die immer mal wieder thematisch passende Bildfolgen einstreut.

„Jesus liebt mich“ gibt es als Gebundene Ausgabe, Taschenbuch und als Hörbuch.

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