Was tun gegen Schnüffelwerkzeuge im Web?

Nicht erst seit Facebook und Google Streetview gewinnt das Thema Datenschutz im Internet etwas mehr an Fahrt. Eine Sache, die sehr vielen Surfern gar nicht bewusst ist und ehrlich gesagt auch erst durch die große Marktmacht einiger Internetkonzerne zu einem Problem wird ist das Problem der Surfprofile durch Analyse-Software.

Worum geht’s?
Seitenbetreiber wollen natürlich gerne wissen, auf welchen Einzelseiten die Besucher tatsächlich vorbei schauen. Einerseits um das journalistische Engagement zu steuern, andererseits aber auch um z. B. die Werbeeinnahmen zu optimieren. Dazu greifen sie auf Analysewerkzeuge wie z. B. den guten alten Webalyzer zurück, der aber ganz schön in die Jahre gekommen ist. Eine Alternative, die ohne viel eigenen Aufwand implementiert werden kann und noch viel genauere Auswertungen liefert sind Tools wie Google Analytics, Yahoo Analytics und wie sie nicht alle heißen.

Was ist das Problem?
Bei all den genannten Analysewerkzeugen werden die IP-Adressen mit erfasst. Und das macht es für große Anbieter umso interessanter, je mehr Leute ihre Software nutzen. Denn dann werden echte Surfprofile über quasi beliebige Webseiten hinaus möglich und das ermöglicht für die Konzerne noch viel mehr Informationen, wie z. B. „Wer wechselt wann von welcher Seite zu welcher anderen“? „Wer ist wann online?“ „Wer interessiert sich für was?“ und so weiter. Das Problem sind also nicht die Betreiber einer Seite, die sich über ihr Publikum informieren wollen, sondern vielmehr das Zusammenführen und Auswerten von mehreren solchen Seitenlogs. Denn das geht eigentlich niemanden etwas an.

Was kann man tun?
Es gibt ein sehr praktisches Firefox-Addon: Ghostery www.ghostery.com. Einmal installiert und auf „Blocken“ gestellt, schützt es nicht nur vor der Weitergabe von Daten an die genannten Online-Analysetools (also nicht gegen Webalizer und Co, die ja lokal auf dem Server installiert sind), sondern zeigt auf Wunsch auch an, welche Analysewerkzeuge gerade geblockt wurden. Das sorgt für manche spannenden Aha-Effekte, wenn auf einer Seite sogar zwei oder mehr Schnüffeltools parallel aktiv werden.

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