Jun 06

Moviekritik zu Robin Hood online

Viele Stunden meiner Kindheit habe ich im Sherwood Forest verbracht – sowohl beim Betrachten diverser Verfilmungen (v. a. natürlich „Robin Hood – Rebell des Königs“, die bei Wikipedia seltsamerweise als DDR-Titel geführt wird) als auch in meiner Phantasie. Und als Kevin Kostner seine Version ins Kino brachte, war diese für mich ein Meilenstein des Genres. Und jetzt eine Neuverfilmung? Wenigstens mit Russel Crowe! Das Ergebnis: Eine Mischung aus Sommersby (ja, wirklich!), Der Soldat James Ryan und – Robin Hood. Na ja… Mehr unter www.moviekritik.de.

Mrz 29

Moviekritik zu Die Friseuse online

„The Medium is the Message“ – so könnte man die neueste Regiearbeit von Doris umschreiben. Das „Medium“ ist hier eine nach der Wende arbeitslos gewordene Friseuse, die aufgrund ihrer überbordenden Körperfülle keine Anstellung in einem Friseursalon findet und sich daher selbst daran macht, einen solchen zu eröffnen. Doch da sind natürlich noch diverse Dinge zuvor zu erledigen: Geld muss her, die Arge muss informiert und angezapft, ein Banker zum freundlichen Grüßen animiert und ca. 20 Vietnamesen mehrere Tage im Wohnzimmer beherbergt werden.

Die „Message“ ist nicht wirklich eindeutig. Was auf jeden Fall rüberkommt ist, dass Äußerlichkeiten nicht unwichtig sind, aber eben auch nicht das wichtigste auf der Welt. Und dass es Leute gibt, die einmal geschubst werden und nicht mehr aufstehen und andere, die noch so oft im Dreck landen können und immer wieder mit einem Lächeln aufstehen werden. Mehr dazu unter www.moviekritik.de.

Jan 20

Moviekritiken zu Avatar und Soul Kitchen online

Mal wieder zwei sehr unterschiedliche Filme: Der eine ist der teuerste Film aller Zeiten (zumindest im Moment) und verfügt über revolutionäre Technik. Der andere ist ein handgemachter Szenefilm ohne viel Schnickschnack. Und auch wenn man Underdog-Geschichten mag und somit eigentlich will, dass der billige gegen den teuren Film „gewinnt“, so muss ich doch gestehen, dass mich die fast dreistündige Effektschlacht von James Camerons Avatar deutlich mehr in seinen Bann gezogen hat, als Fatih Akins freakige Kiezkomödie Soul Kitchen. Aber vielleicht ist das auch nicht fair 😉

Okt 22

Moviekritik zu „Away we Go“ online

Nach fast 8 Monaten als junges Elternpaar kann man es mal wagen zu zweit ins Kino zu gehen. Die Erwartungen ans erste gemeinsame Ausgehen sind hoch. Muss es nicht der Film aller Filme werden, den man wochenlang vorher ausgesucht hat für dieses quasi historische Ereignis? Nö muss es nicht. Man kann auch sehr viel Spaß haben, wenn man – fast schon aus der Not des Filmprogramms heraus – alle Hoffnungen in einen hoch beworbenen „Independent“-Film setzt. Zumindest wenn dabei „Away we Go“ herauskommt.
Eine echte Empfehlung – wer mehr wissen will: Moviekritik zu Away we Go

Sep 30

Moviekritik zu „Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3“ online

Es gibt einen Grund mehr keine John Travolta Filme zu mögen (und das schreibe ich nicht etwa weil ein Remake von Staying Alive oder Kuck mal wer da spricht 15 anstehen würde…), nein es reicht schon das derzeit laufende Remake zu dem Geiseldrama Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3. Travolta markiert da den toughen (aber durchgeknallten) Gangster. Leider ohne so richtig genialen Plan. Dafür mit neuen F-Word-Rekorden. Das ist eigentlich schon das einzige was einem (neben der gewohnt guten schauspielerischen Leistung von Denzel Washington) von dem Streifen in Erinnerung bleibt. Prolo-Kino ohne Innovation. Muss ich nicht haben. Trotzdem mehr von meinen Leiden unter www.moviekritik.de

Sep 06

Moviekritik zu Inglorious Basterds online

Nach einem missglückten Pulp-Fiction „Experiment“ habe ich bisher Tarantino komplett verweigert. Doch der Besuch von „Inglorious Basterds“ hat mich zu 90% überzeugt. Intelligent gemacht, mit vielen Anspielungen auf Filme (v. a. Western), hervorragende Schauspieler und vor allem: Dialoge machen den Film zu einem Erlebnis. Mehr unter www.moviekritik.de.

Ein paar Fragen bleiben aber natürlich trotzdem: Zum einen: Warum macht es Tarantino offensichtlich so viel Spaß eklige Dinge (Skalpieren, Mit dem Baseballschläger erschlagen, Herumpulen in Wunden) zu zeigen – selbst dann, wenn sie für den Film überhaupt nichts bringen? Der Film könnte perfekt sein, ohne diese Szenen… und zum Zweiten: Warum wird Gewalt hier als das einzig mögliche Mittel dargestellt, um den Krieg zu beenden? Zumal sich gegen Ende andeutet, dass es vielleicht auch eine andere Möglichkeit gegeben hätte? Man sollte bei seiner Argumentation immer darauf achten, wer sie noch für sich beanspruchen könnte – und in der vorliegenden Form redet Tarantino eigentlich jedem das Wort, der sich unterdrückt fühlt und gegen eine scheinbar übermächtige staatliche Bastion anzukämpfen hat. Das ist ein Argument, das so ziemlich jedem Guerilla oder Terroristen gefallen dürfte und kann daher eigentlich nicht beabsichtigt sein.

Aug 11

Eine gute Idee für Kinobetreiber: „The Big Scream“

Hier eine Idee für Kinobetreiber in Deutschland, die ich in London entdeckt habe: „The big Scream“ – Kinovorführungen für Eltern mit Kindern bis 1 Jahr.
Normalerweise stehen Familien mit sehr kleinen Kindern (bis 1 Jahr) vor dem Problem: Ein Babysitter kann die Kinder in der Regel noch nicht versorgen und daher kann kein Kino besucht werden. In London gibt es jetzt extra Vorführungen nur für diese Zielgruppe – ohne feste Sitzplätze nimmt man einfach 2-3 Sitze und lässt die Kinder auf dem Boden liegen, trägt sie herum, wickelt sie im Kinosaal… Und da alle mit Kind da sind, stört es auch keinen, wenn die Kinder krähen. Ideal auch für Randzeiten (z. B. 10:30 oder 11:00) wo sonst eh kein Mensch ins Kino geht. Die Filme sind natürlich für die Erwachsenen gedacht und ausgewählt. Die Kinder kriegen ja eh nichts mit. Ein Beispiel, das Schule machen könnte, denn jeder gewinnt dabei: Die Kinobetreiber kriegen mehr Besucher und die jungen Familien kommen auch mal wieder ins Kino.

Info z. B. unter: The Big Scream. Infos zu ähnlichen Programmen anderer Kinos unter Mini at the Movies (mit Map!)

Jun 10

Moviekritik zu Terminator – Die Erlösung online

Eigentlich sollte man die Terminator-Rechte-Inhaber nach dem quasi unzumutbaren dritten Teil mit Ignoranz strafen. Aber im Urlaub für umgerechnet 3,50 Euro kann man sich den vierten Teil schon mal anschauen…

Das Ergebnis ist mittelmäßig (was besser ist als erwartet). Sogar Christian Bale (der Mann mit den 1000 Gesichtern, die alle gleich aussehen) konnte den Film nicht vollständig herunterziehen. Da der Gouvernator ja nicht wirklich zur Verfügung stand war ein Bruch mit den bisherigen Traditionen (der Terminator aus der Zukunft jagt den anderen Terminator aus der Zukunft, der den anderen Terminator aus der Zukunft… der John Connor schützen soll, weil der später mal wichtig wird…) notwendig. Jetzt ist es Zeit für John Connor mal die Kampfhosen herunterzulassen und zu zeigen, warum er so stark beschützt werden muss. Aber – soviel sei hier vorweg genommen – auch das entpuppt sich als Farce, denn die Hauptrolle spielt ein gewisser Marcus Wright und der – oh Wunder – muss am Schluss mal wieder John Connor beschützen, denn der wird ja in Zukunft mal irre wichtig. Also vielleicht in Teil 20.

Mehr zum Film bei www.moviekritik.de

Jun 04

Moviekritik zu Star Trek 11 online

In München (nota bene: Sogar Samstag nachmittag werden hier 9,40 Euro verlangt – Frechheit!) habe ich mir das neueste Star Trek Prequel mit dem bezeichnenden Namen „11“ (man will ja nicht zu viel verraten) angesehen. Da sogar die „Next Generation“ ja schon längst zum alten Eisen gehört und die Retro-Serie „Star Trek: Enterprise“ ziemlich floppte geht es also jetzt zurück zu den Ursprüngen, als Spock und Kirk noch Teenager waren und zu ihren Anfängen in der Starfleet Academy. Das ganze als Regisseur verantwortet von niemand geringerem als J. J. Abrams, der unter anderem für Lost verantwortlich ist.
Herausgekommen ist ein Action-Festival mit einem testosteronabhängigen Kirk und einem überraschend verliebten Spock. Na ja, wer’s mag…

Mehr Infos zum Film gibt es unter www.moviekritik.de