Feb 14

Moviekritik zu „Frost/Nixon“ ist online

Selbst, wenn man über Nixon sehr wenig weiß, ist auffällig, dass größere politische Affären immer auf „-gate“ enden. Was mit dem einzigen je zurückgetretenen amerikanischen Präsidenten nach diesem denkbaren Ereignis geschah wusste ich bisher nicht. Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass er wohl immer noch im Gefängnis schmoren würde oder kurz danach gestorben sei. Doch mit diesen naiven Vorstellungen von Gerechtigkeit räumt der sehr empfehlenswerte Film Frost/Nixon gleich zu Beginn auf. Sein Amtsnachfolger (und vorheriger Vize) begnadigte Nixon nämlich sofort und umfassend, so dass er sich nie vor Gericht verantworten musste.

Der flatterige britische Talkshowmoderator David Frost bemühte sich, die Finanzierung für ein 12-tägiges Interview-Duell mit Nixon zu erhalten. Drei Jahre nach dessen Rücktritt war es dann soweit und anders als alle Beteiligten dachten, erwies sich Frost als würdiger Gegner für den alten Politstrategen.

Der Film basiert auf einem Theaterstück und wurde speziell für den Film angepasst. Er ist – das muss man einfach sagen – klasse gemacht und sowohl spannend, als auch geistreich. Klare Empfehlung!

P.S.: Sir David Frost lebt noch – was ich mir wirklich wünschen würde, wäre ein ähnliches Interview-Duell mit George W. Bush. Das gäbe richtig gute Quoten!

Jan 05

Moviekritik zu „Buddenbrooks“ ist online

Schon am Premierentag habe ich mir „Buddenbrooks“ in Augsburg angesehen. Der Andrang war groß und die Schlange selbst in einem kleinen Kino sehr groß. Ich habe das Buch von Thomas Mann vorher nicht gelesen. Der Film macht jedoch Appetit darauf. Trotzdem überzeugt er nicht wirklich. Aus diversen Gründen spürt man als Zuschauer, dass man mehr hätte daraus machen können (und müssen).
Die ganze Kritik unter www.moviekritik.de.

Dez 15

Moviekritiken zu „Tage wie Jahre“ und zu „Krabat“ online

Bei einem Besuch im wohl unterbewertetsten Kino Deutschlands hatte ich die Gelegenheit sowohl einen mit Millionenaufwand produzierten Blockbuster ohne jeden handwerklichen Fehler zu sehen, als auch einen 40-minütigen Film eines bayerischen Jungregisseurs in der (Hochschul-)ausbildung. Und was ist das (nicht besonders) überraschende Ergebnis? Ich würde jedem sofort einen Besuch in „Tage wie Jahre“ empfehlen und gleichzeitig jedem vom Besuch von „Krabat“ abraten.
Es mag etwas unfair sein, zu sagen, dass man einen Film aufgrund seiner Story einfach nicht mag. Aber solange es für ein düsteres Machwerk wie Krabat ein Prädikat besonders wertvoll und eine Freigabe ab 12 gibt, muss man offensichtlich auch mal etwas offensiver die Gegenmeinung vertreten. Auslassen möchte ich mich über den Film aber sonst nicht.
Da schreibe ich lieber noch etwas über „Tage wie Jahre“! Ein Trio junger SPD-Enthusiasten hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht im tiefsten Bayern die Wählerschaft des eigenen Heimatdorfes noch vor der kurz bevorstehenden Wahl nachhaltig zu beeindrucken. Dies gelingt auch – aber leider nicht so wie erhofft. Autobiographisch geprägt und mit viel Enthusiasmus, Liebe und geschliffenen Dialogen in bayerischer Mundart und Latein (!) gelang Konstantin Ferstl ein sehr guter Film über jugendliche Begeisterung, traditionelle Verbohrtheit und den Wert von Freundschaft. Auf jeden Fall sehenswert! Und wer sich noch mehr informieren möchte, dem sei auch die Webseite empfohlen: www.tagewiejahre.de.

Nov 09

Moviekritik zu „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“

Von Casino Royale war ich relativ begeistert. Der neue (dreckige und realistische) Bond-Look hat mich überzeugt. Jetzt gibt es zum ersten Mal einen 007-Film, dessen Handlung direkt an einen anderen andockt. Dummerweise hatte ich mir Casino Royale nicht noch mal angesehen und stand daher am Anfang etwas im Regen, was die Handlung anging. Die Neuerungen wurden beibehalten (was gut ist); trotzdem begeistert mich „Ein Quantum Trost“ nicht. Neben der Tatsache, dass der Titel selbst für 007-Verhältnisse einen traurigen Tiefpunkt an Sinnlosigkeit erreicht, fehlt irgendwie das gewisse etwas beim neuesten Bond-Abenteuer. Daher leider nur Mittelmaß, obwohl man den Mut, das Genre neu zu erfinden eigentlich belohnen müsste. Mehr dazu unter www.moviekritik.de.

Nov 02

Moviekritik zu „Der Baader Meinhof Komplex“ online

Der derzeit am meisten diskutierte deutsche Kinofilm dürfte zweifellos „Der Baader Meinhof Komplex“ sein. Meiner Meinung nach zu Recht. Die Ereignisse, die in den 70er Jahren die BRD erschütterten bieten nun wirklich Stoff für einen Kinofilm und 30 Jahre später ist vielleicht auch die notwendige Distanz da, um die Ereignisse einigermaßen objektiv in einem Film verarbeiten zu können. Der Film geizt etwas mit Erklärungen und theoretischem Unterbau, bietet aber spannendes Edutainment, das einige Fragen offen lässt und zum Nachdenken anregt.

Mehr zum Film gibt es bei www.moviekritik.de

Sep 01

Moviekritik zu „Prinz Kaspian“ und „21“ online

Im Kino habe ich mir die zweite Narnia-Verfilmung (des 4. Buches) angesehen: „Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia“. Hatte der erste Teil deutlich zu wenig Action wurde hier versucht aus C. S. Lewis-Buch eine Herr-der-Ringe-Action-Spektakel zu erschaffen, was für mich ganz klar am Buch vorbei geht. Trotzdem noch OK. Mehr unter http://www.moviekritik.de/film.php?filmnummer=243

Den Film „21“ um ein paar mathematisch begabte Studenten, die sich von ihrem Prof anstiften lassen, in Las Vegas im großen Stil bei Black Jack abzuzocken habe ich mir auf DVD angesehen. Durchschnitssware, die man leider schnell wieder vergessen wird. Mehr unter: http://www.moviekritik.de/film.php?filmnummer=244

Mai 21

Moviekritik zu „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ online

Was war das noch für eine schöne, unbeschwerte Zeit, als Indiana Jones und der letzte Kreuzzug im Kino lief… Über ein Jahrzehnt musste auf eine (voraussichtlich letzte) Fortsetzung gewartet werden und die Erwartungen waren hoch. Dank meines „kleinen“ Bruders habe ich doch tatsächlich Karten für die Vorpremiere bekommen und finde, dass Lucas und Spielberg da ein solides Stück Arbeit abgeliefert haben. Wer’s genauer wissen möchte: www.moviekritik.de/film.php

Mai 16

Moviekritiken zu „Abgedreht“ und „Iron Man“ online

Zwei sehr unterschiedliche Filme habe ich mir in letzter Zeit angeschaut: Zum einen „Iron Man„, der viel patriotischer aber trotzdem besser war, als erwartet und zum anderen „Abgedreht„, den ich gänzlich anders erwartet hätte.
Bei „Abgedreht“ geht es um zwei Chaoten, die aus der Not heraus gezwungen sind, kurzfristig Filme nachzudrehen um sie ahnungslosen Videokassetten-Mietern als „geschwedete“ Versionen anzudrehen. Das kommt unerwartet gut an (außer bei den Hollywood-Produzenten) und so werden am laufenden Band geschwedete Versionen von Filmen gedreht. Ein paar davon kann man sich online unter www.abgedreht.senator.de anschauen. Außerdem wurde ein Wettbewerb ins Leben gerufen, um selbst solche Trash-Versionen von Filmen zu produzieren. Ergebnisse unter www.abgedreht.myvideo.de.

Apr 23

Moviekritik zu „Unsere Erde“ online

Den Film „Unsere Erde“ kann ich derzeit guten Gewissens empfehlen. Normalerweise würde ich einen Film mit einem ordentlichen Plot wohl jeder Dokumentation vorziehen. Die Tierdoku „Unsere Erde“ hat mir aber echt Respekt abgenötigt. Die Aufnahmen sind einfach erstklassig (vor allem, wenn man das ganze noch digital anschauen kann). Die fehlende Handlung wird durch die Vielfalt des gezeigten Lebens gut kompensiert. Ein Film aus dem man beschwingt hinausgeht und dessen Bilder sich gut im Kopf einnisten.
Mehr darüber unter www.moviekritik.de