Nov 30

Wetterbestelldienst beim NDR

Seit 2006 gibt es mein Projekt http://www.wetterbestelldienst.de. Wenn schon keine Schnapsidee, so doch zumindest aus dem wilden Fabulieren und Phantasieren mit Kollegen geboren, relativ flott umgesetzt, vollkommen sinnfrei  und  – und das ist das erstaunliche – überaus erfolgreich. Stand heute gibt es gut 16.000 „Bestellungen“, also ganz konkret Menschen, die eine gewisse Zeit ihres Lebens dafür aufgewendet haben, etwas online zu bestellen, wovon sie wissen, dass es nie geliefert werden wird. Und falls doch, dann nicht wegen ihrer Bestellung. Faszinierend. Und auch in den Medien gab es Echo: Webseite der Woche bei Bayern 3, Interviews mit zwei Radiosendern und jetzt sogar das Fernsehen. Sven Jaax produziert für den NDR eine Dokumentation über Wetterdienste und kam dafür letzte Woche extra mit zwei Kameramännern in Erlangen vorbei. Richtig spannend, was da alles an Technik aufgefahren wird – inklusive Kameraschienen im eigenen Arbeitszimmer. Im Februar wird voraussichtlich geschnitten Mal sehen, ob es für den Final Cut reicht.

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Das Team des NDR im heimischen Arbeitszimmer

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Da fühlt man sich ganz schön beobachtet.

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Schienen im Arbeitszimmer für die Kamerafahrt

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Ich durfte auch mal durch die Kamera schauen

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Sven Jaax vor dem NDR Bus

Jun 27

DRM von Ubisoft schiesst über das Ziel hinaus

Zweifellos haben Spielehersteller ein Recht darauf, ihre Software gegen unerlaubte Vervielfältigung zu schützen. Und wer etwas anderes behauptet, der hat sich selbst noch nie sein Gehalt durch Programmierung verdient. Soweit so gut. Dass es keinen unknackbaren Kopierschutz gibt und daher Kopien im Netz kursiren sei mal dahin gestellt. Aber was einem Käufer bei Ubisoft zugemutet wird, geht so weit am Ziel vorbei, dass die ehrlichen Käufer am Schluss die Dummen sind, weil sie das Spiel schneller und unkomplizierter illegal hätten spielen können als dies auf legalem Weg möglich ist.

Nehmen wir doch mal das Spiel „Die Siedler 7“ von Ubisoft (die in der Vergangenheit schon öfters durch sehr gängelnde Kopierschutzmaßnahmen auffällig wurden). Nach dem Kauf des Spieles im Laden musste ich mich folgendem Martyrim unterziehen:

1. Installation von DVD (ging relativ problemlos)
2. Der erste Aufruf des Spieles endet darin, dass ein „Update“ heruntergeladen werden muss. Schlappe Größe: 1,2 GB! Einfach so. Man fragt sich, wofür überhaupt eine ganze DVD installiert wurde und warum da nicht nur ein kleines Installer-Programm drauf war. Böse Zungen würden behaupten: Weil der Kopierschutz so viel Platz braucht. Leider startet das Spiel ohne das „Update“ gar nicht erst. Ich kann also trotz gekauftem Spiel nicht spielen. Nicht auszudenken, wenn ich auf Reisen wäre…
3. Das Herunterladen des Updates geht erschreckend langsam vor sich. Trotz 18.000 DSL-Anschluss sind mehr als 100 KB/s nicht drin. Überlastung am Server? Das ständige Hängenbleiben sorgt dafür, dass immer wieder neu der Download angestossen werden muss. Und mit immer wieder meine ich: Über einen Zeitraum von mehreren Stunden.
4. Ich entscheide mich nach drei Stunden, dass ich den Download über Nacht laufen lasse (schön die Energieoptionen einstellen, sonst hibernaten wir uns zu Tode), damit ich am nächsten Tag – endlich – spielen kann.
5. Am nächsten Morgen die böse Überraschung: Leider wieder abgebrochen. Also wieder anschmeissen und warten. Und wieder anschmeissen. Und warten. Und wieder… – ihr versteht was ich meine, oder?
6. Am Abend des zweiten Tages ist es dann soweit: Das „Update“ ist installiert. Das Spiel lässt sich starten. Doch was ist das: Ich muss mir ein bescheuertes Online-Profil anlegen, meine Mailadresse angeben, 10 Seiten Text behaupten durchgelesen zu haben, mehrere Kontrollkästchen deaktivieren (damit ich nicht in Werbemüll ertrinken muss) und dann…
7. Geht es auch „schon“ los.

Liebe Leute von Ubisoft: Wie lange wird es noch dauern, bis ihr versteht, dass Internetaktivierung eine Sache, die unnötige Gängelung des Kunden aber eine ganz andere ist. So macht ihr die Argumentation für Raubkopierer allzu einfach…

Jun 22

Erweiterungen bei www.wetterbestelldienst.de

Mein als Witz gestartetes Projekt www.wetterbestelldienst.de hat sich erschreckenderweise zum mit Abstand „erfolgreichsten“ Projekt entwickelt. Zumindest nähern wir uns der 10.000sten Bestellung, die eine echte Person dort aufgegeben hat.

Ein paar Erweiterungen habe ich daher in letzter Zeit vorgenommen:
– Man kann jetzt bei jeder Bestellung einen Grund angeben (vom „Schäferstündchen“ bis zur „Hochzeit“). Natürlich wird darüber auch eine öffentliche Statistik geführt.
– Bei den Statistiken werden jetzt die 20 am meisten mit Bestellungen versehenen Orte angezeigt
– Einbau eines Facebook „Gefällt mir“-Buttons. Soll ja Leute geben, die das mögen. Ich filtere ihn immer brav über Ghostery raus…
– Ein paar rührende Dankes-Mails von Benutzern wurden in der Feedback-Seite eingebaut.
– Vielleicht ist der „Service“ ja jemandem tatsächlich etwas wert? Zumindest gibt es jetzt die Möglichkeit über PayPal für die Seite zu spenden. Ich bin gespannt, ob das jemand nutzt
– Die vielleicht größte Neuerung: Zu jeder Bestellung kann man sich eine Urkunde ausstellen lassen (als PDF). Auf Wunsch auch mit einer individuellen Widmung. Das hatte ich mir schon lange vorgenommen. Zumal die meisten Bestellungen sich auf Hochzeiten beziehen und sich das dann natürlich als Geschenk gut macht. Werde ich vielleicht sogar selbst einmal nutzen…

Klar gibt es (fast nur) sinnvollere Möglichkeiten seine Zeit totzuschlagen, aber ich habe jetzt wieder eine ganze Menge gelernt, hab selbst Spaß beim Programmieren gehabt und offensichtlich gibt es eine Menge Leute, die die Seite lustig finden. Klingt gut für mich.

Noch eine lustige Bemerkung am Rande:
Nachdem ich ein kleines Spam-Problem bei den Kommentaren hatte, habe ich dort eine lächerliche, aber eben auch lächerlich erfolgreiche Anti-Spam-Maßnahme eingebaut – die Eingabe der Zahl 42 (wie ich nur auf die kam…) dient als Dauer-„Captcha“ für das Schreiben von Kommentaren. Klingt blöd, funktioniert aber.

Das alles und mehr natürlich unter

Apr 28

Manchmal ist man froh keine Mainstream-Sprache zu sprechen…

Normalerweise ärgert man sich ja meist darüber, wenn die eigene Sprache nicht der Nabel der Welt ist und Übersetzung holprig sind. Aber manchmal kann das auch sehr hilfreich sein. Zum Beispiel, wenn Phishing-Mails so schlecht übersetzt sind, dass man meinen müsste, darauf fällt nun wirklich keiner rein. Aktuelles Beispiel:

> Von: FIRMA
> (webmaster@FIRMA.de)
> An:
> Datum: 27.04.2010 16:58
> Betreff: EMail-Aufsteigen
> Lieber FIRMA Konto-Inhaber,
>
> Diese Mitteilung ist von der FIRMA Mitteilungmitte zu allen
> FIRMA
> E-Mail-Kontoinhabern. Das Büro von Informationstechnologie ist bei dem
> Abweichen aller
> FIRMA E-Mail-Konto zu verbesserten zentralen
> E-Mail-Serviceen. Wir löschen
> alle unbenutzten FIRMA E-Mail-Konto, um mehr Räume für neue
> Konten zu verursachen.
> Um Ihr Konto am Sein zu verhindern geschlossen, müssen Sie die
> Informationen unten zur Verfügung
> stellen um sie zu aktualisieren damit wir sicher sind, dass Ihr Konto
> noch Active momentan ist.
>
> BESTÄTIGEN SIE IHRE EMAIL-IDENTITÄT UNTEN:
> EMail-username: ………. …..
> EMail-Kennwort: …………….
> Abteilung : …………….
>
> Warnung!!! Kontoinhaber, der ablehnt, sein oder E-Mail-Konto innerhalb
> 10days des Empfangens
> dieser Warnung zu aktualisieren verliert sein oder E-Mail-Konto
> dauerhaft.
> Danke für die Anwendung von FIRMA
> Warnender Code: VX2G99AAJ
> Freundlicher Respekt,
> FIRMA Webmaster.

Ich könnte mich stundenlang totlachen. Wenn es nicht so traurig wäre, dass es trotzdem Leute gibt, die darauf hereinfallen…

Jan 01

Tipps für einen sauberen Start ins Jahr 2008

Und was gehört zu einem sauberen Start für einen Nerd alles dazu?

1. Eine Sicherheitskopie aller Rechner ziehen (bevorzugt mit Acronis True Image 11 Home, ca. 40 Euro). Nett dabei: Wenn man parallel Windows und OpenSuSe installiert hat, kann man beides gleichzeitig mit dem gleichen Programm sichern…
2. Gründlich nach Spyware suchen (bevorzugt mit Spybot Search & Destroy, kostenlos)
3. Die Ordnerstruktur aufräumen und Redundanzen im Dateisystem beseitigen (bevorzugt mit Windows Explorer bzw. KDE Konqueror).
4. Alle Platten defragmentieren (Bevorzugt mit dem Windows-Systemtool. Wenn ich es unter Linux brauchen würde, nähme ich defrag)
5. Mailordner aufräumen und sortieren.

In diesem Sinne – einen guten Start ins Jahr 2008!

Apr 05

Ein Smiley für alle Nachtarbeiter

Immer wieder muss man sich auch nachts mit harter Arbeit rumschlagen. Für alle unter uns, denen das ab und an blüht, hier das ultimative T-Shirt:

„Smile if you did IT last night“

Auch zu bestellen über meinen gerade eingerichteten Shop bei Spreadshirt:

Endlich-Nerd Shop (endlich-nerd.spreadshirt.net)

In diesem Sinne: immer schön Lächeln 🙂

Hier die Shop-Produkte:


P.S.: Vor dem Anziehen humorfestigkeit aller Anwesenden überprüfen.

Jul 14

Wenn ich mal Geld habe…

… dann kauf ich mir den Putzroboter Trilobite von Electrolux.
Die Idee ist gut: Zeitgesteuert (während ich außer Haus bin) grast das gute Teil meine Wohnung als mobiler Staubsauger ab und säubert die Böden brav und zuverlässig.
Laut Werbung auf der Webseite muss man „nichts mehr tun“. Ob das stimmt sei mal dahin gestellt. Aber auch wenn ich nur halb so oft putzen müsste fänd ich’s schon sehr nett. Einziger Haken: Der Preis – ungefähr 1000 Euro sind schon etwas happig…

Trilobite von Electrolux

Die günstigere Alternative heisst Irobot Roomba. Kostet 200 Euro in der Puristen-Version und 300 Euro mit Zeitsteuerung. Ist aber sicherlich weder von der Verarbeitung noch von der Saugleistung her so gut wie der Trilobite.

Irobot Roomba
auch mit nettem Film zur Saugleistung

In einer noch heftigeren Preisliga spielt der RoboCleaner RC 3000 von Kärcher: stolze 1500 Euro kostet das Wundergerät, kann aber als einziges seinen Staubbehälter selber leeren:
RoboCleaner RC 3000

Beim NDR wurden einige Saugroboter getestet: Testbericht des NDR

Jul 13

Zahlenbilder kaufen – nur für echte Nerds

Ein handgemaltes Bild von einer Zahl zu kaufen klingt sehr strange – und ist es natürlich auch. Also was für echte Nerds, die bis zu 1000 Dollar zahlen um ein Bild von einer Zahl zu erwerben. Aber irgendwie schon kultig, oder?

Die Idee ist einfach: Die Zahlen 1-1000 werden jeweils 1 mal angefertigt und über das Internet verkauft. Duplikate gibt es (offiziell) keine. Je früher man zuschlägt, umso günstiger wird es. Tolle Idee zum Geldmachen. Warum bin ich nicht drauf gekommen?

Mehr zum Projekt unter
www.onethousandpaintings.com