Henning Mankell: Die Hunde von Riga

Worum geht’s?

Kurt Wallanders zweiter Fall beginnt mit zwei erschossenen Toten, die in einem Rettungsboot in Schweden an Land gespült werden. Was folgt sind Ermittlungen, die Wallander nach Lettland führen – geograpisch eine eher kleine Reise, aber das was ihn dort erwartet scheint unendlich weit weg. In einem undurchsichtigen Spiel auf unbekanntem Terrain, bei dem mit scharfen Waffen geschossen wird und man sich nie sicher sein kann, wem man trauen, was Einbildung und was Wirklichkeit ist, begegnet der Kommissar Menschen auf verschiedenen Seiten des Gesetzes.

Und – wie war’s?

„Die Hunde von Riga“ liest sich streckenweise wie ein Spionageroman aus dem Kalten Krieg. Hier wird alles aufgeboten, was man aus einschlägigen Filmen und Büchern so kennt – von versteckten Botschaften über Beschattungen bis hin zu Verfolgungsjagden und dem Abtauchen in den Untergrund. Das Ende des Buches ist mir persönlich eine Spur zu weit gedreht und die Tendenz zum Alleingang seitens des Protagonisten beginnt mich zu nerven. Sprachlich kommt das Buch karg und wie ein Tatsachenbericht daher. Die Stimmung in den grauen Häuserschluchten Rigas ist sehr plastisch dargestellt. Bei den Dialogen hätte ich mir mehr Würze gewünscht – andererseits ginge das wohl nur auf Lasten der Authentizität. Auf jeden Fall spannend zu lesen!

„Die Hunde von Riga“ gibt es als Taschenbuch, als Gebundene Ausgabe und als Hörbuch. Außerdem gibt es eine Verfilmung über deren Qualität ich jedoch keine Aussage machen kann.

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