Der gerechte Verriss: „The Hours“ (Von Ewigkeit zu Ewigkeit)

Eines der Dramen meines Kinolebens schien mir bisher die Entscheidung, in Madrid in „Gangs of New York“ statt in „The Hours“ gegangen zu sein. Ständig lebte ich in der Angst, damals die falsche Entscheidung getroffen zu haben, da ich mir eine Steigerung nach unten nicht möglich schien. Seit heute bin ich eines besseren belehrt!
Die Kauf-DVD macht schon an sich einen schlechten Eindruck, da man vor dem Hauptfilm nicht ausblendbare Werbung ansehen muss. Wenn das so weiter geht müssen die Filmhersteller in Zukunft ihre Filme kostenlos verteilen, um sie noch los zu werden. Der echte Hammer war dann aber der Hauptfilm „The Hours“, der mich im negativen Sinne von den Socken gehauen hat. Ein morbider Frauengefühlsfilm ohne echte Handlung, dafür jedoch mit jeder Menge Pathos und schwachsinnigen Dialogen. Ständig küssen sich hässliche Frauen, jeder Schnitt bedeutet eine andere Zeitebene und zwischen Heulen, Stammeln und Knutschen werden diverse Selbstmordversuche unternommen. Leider nicht alle nach 5 Minuten erfolgreich, das hätte den Film verkürzt ohne etwas wesentliches vorwegzunehmen. Danke – da kann ich meine Freizeit sinnvoller verbringen. Und damals in Madrid wäre ich wohl am besten einfach in eine Kneipe gegangen und hätte das Geld in Getränke und Tortilla investiert.

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