Henning Mankell: Der Mann, der lächelte

Kommissar Wallanders vierter Fall spielt komplett in Schweden, weist jedoch über das Land hinaus.

Worum geht’s?

Eigentlich hat Wallander genug eigene Probleme und möchte seinen Dienst quittieren. Die Krankschreibung liegt schon vor und er muss sie nur noch abgeben. Doch dann wird ein Freund, der sich ihm anvertraut hatte ermordet und er fasst den Enschluss, wieder einzusteigen. Sein neuer Fall entführt ihn in eine neue Welt: Ein unglaublich reicher und angesehener international erfolgreicher Geschäftsmann scheint in einen groß angelegten Betrug verwickelt zu sein. Zusammen mit der neuen Kollegin Ann-Brit Höglund geht er den blutigen Spuren nach.

Und – wie war’s?
War der dritte Wallander in Folge zu viel für mich? Spannungstechnisch ist „Der Mann, der lächelte“ eine echte Perle. Die Story entwickelt sich gegen Ende zu allerdings sowohl recht platt, als auch vorhersehbar. Die Motivation Wallanders, alles alleine machen zu wollen erscheint mir dabei ebenso unrealistisch wie nervig. Sozusagen, wie ein schlechter Krimi. Die komplexen Zusammenhänge zwischen Kapital. Politik, Machtbesessenheit und Blendertum versteht Wallander bis zum Schluss nicht – und dem Leser werden sie auch nicht schlüssig dargelegt. Und die Tendenz immer noch ein Klischee draufzupacken sorgt auch nicht gerade für ein gefühl fundierter Recherche.
Die Figuren der Schonener Polizeiwache habe ich mittlerweile ins Herz geschlossen, so dass ich weiter Wallander lesen werde – eine echte Empfehlung für dieses Buch kann ich aber nicht aussprechen.

„Der Mann, der lächelte“ gibt es als Taschenbuch, Gebundene Ausgabe und als Hörbuch. Außerdem gibt es eine schwedische Fernseh-Verfilmung des Buches als DVD.

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