Henning Mankell: Mörder ohne Gesicht

Eigentlich bin ich ja kein Krimi-Leser. Für die Kommissar-Kurt-Wallander-Reihe von Henning Mankell habe ich mich aber so interessiert, dass ich tatsächlich zum Krimi-Leser geworden bin. Ein neues ungewohntes Genre für mich.

Worum geht’s?

Kommissar Kurt Wallander ist ein Provinzpolizist in der Midlife-Crisis in Schonen, einem etwas abgelegenen Teil Schwedens. Er trinkt öfters mehr als ihm guttut, redet Dialekt und wundert sich über die Veränderungen in seinem Umfeld und auf seiner Arbeit (so kann er sich zum Beispiel überhaupt nicht mit den neuen Computern anfreunden). Die Handlung spielt 1990 und erzählt von einem brutalen Mord auf einem relativ einsamen Bauernhof. Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich, dass vieles nicht ganz so heil ist in dieser Welt, wie es vorher angenommen wurde.

Und – wie war’s?

Neben der Lösung des Kriminalfalles geht es aber auch viel um die privaten Verhältnisse des Kommissars: seine Ex-Frau, seine Tocher, seinen Vater und sein Verhältnis zu sich selbst. Hier freue ich mich schon auf die Fortsetzungen, die diesen Teil weiter erzählen. Die Arbeit der Polizei wird – soweit ich das beurteilen kann – realistisch beschrieben. Mit falschen zu frühen Schlussfolgerungen, die die Ermittlung verzögern, mit viel Kleinkram, mit monatelangen Ermittlungen bei denen es nicht täglich eine bahnbrechende Erkenntnis gibt und mit menschlichen Schwächen bei den Polizisten selbst.
Geschrieben ist das ganze etwas sperrig, aber liebenswert. Keine besonderen Konstrukte in der Sprache. Meist sehr sachlich.

„Mörder ohne Gesicht“ gibt es als
Taschenbuch, Gebundenes Buch und als Hörbuch.

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