Adrian Plass: Darky Green

Das neueste Buch meines Lieblingsautors fällt in mehrfacher Hinsicht aus der Reihe. Zum einen wird das gewohnte Umfeld eines christlichen Gemeinde-Kontextes erstmals verlassen. Zum anderen enthält es ungefähr so viele Schimpfworte und detaillierte Schilderungen grausamer Foltermethoden wie Pulp Fiction und zum dritten kommt stellenweise so etwas wie Spannung auf.

Der Inhalt:
Darky Green ist ein bemittleidenswerter, vom Schicksal mit einem abstossenden Äusseren versehen und aufgrund diverser Versäumnisse in seiner Kindheit komplexbeladener Mensch, der durch Zufall an viel Geld gerät und fortan eine Schlägertruppe unterhält. Als er sich durch Zufall für eine junge Frau interessiert und sich dieser ungeschickt nähert, geraten sie und ihre Freunde in die Schusslinie der Gang. Aus Mangel an Alternativen kidnappen die vier Freunde Darky und versuchen ihn durch Literaturstunden und Gespräche seine menschlichen Gefühle bewusst zu machen.

Meine Meinung:
Irgendwie bin ich mit diesem Buch nicht wirklich warm geworden. Die ansatzweise vorhandene Spannung wird stets durch seitenlange Abschweifungen vernichtet. Die Handlung klingt teilweise wie aus einem schlechten Sozialpädagogen-Traumbuch und wirkt auch ungefähr so realistisch. Manche dieser Exkurse – die Plass-Lesern vom Stil her bekannt sein sollten – sind auch für sich genommen echte Perlen und sprechen teilweise sehr wichtige Dinge auf eine interessante Weise an. Aber innerhalb des Buches passen Sie einfach nicht zum Gesamtstil. Auch das Ende ist irgendwie nicht wirklich befriedigend. Hätte mir mehr erwartet…

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