Cornelia Funke: Tintentod

Heiß von mir erwartet, waren die 739 Seiten des letzten Bandes der Tintenwelt-Triologie quasi Kanonenfutter für meine Augen. (Viel zu) schnell war alles vorbei.

Worum geht es?
Mortimer ist von der Nachtburg entkommen – aber zu einem hohen Preis, denn der Natternkopf ist praktisch unsterblich geworden und Staubfinger wurde getötet. Keine leichte Ausgangslage, zumal sich Mortimer immer mehr mit der Rolle des Eichelhähers identifiziert, Farid in Bezug auf Meggie einen Konkurrenten bekommt und ein neuer Mitspieler die Tintenwelt ordentlich aufmischt. Fenoglio schreibt nicht mehr und die Silbernase scheint immer mehr freie Bahn zu bekommen.
Neben den aus dem zweiten Band bekannten Figuren, werden einige neue Charaktere und Orte eingeführt. Die Spannung steigt zu Beginn enorm an, flacht dann etwas ab und steigert sich gegen Ende noch einmal gewaltig.

Mein Fazit
Ähnlich wie bei Harry Potter scheint auch hier die Autorin davon auszugehen, dass die Leserschaft mitwächst. Was in Tintenherz als Kinderbuch anfing, wird immer düsterer und ist für zu junge Leser nicht mehr zu empfehlen. Gegen Ende zu wird auch ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen verlangt, um den etwas verworrenen Plot noch zu durchschauen. Cornelia Funke hat sich nicht auf dem Erfolg ausgeruht, sondern mit Tintentod wieder einiges Neue gewagt. Besser als bisher ist auch die Auswahl der Literaturzitate zu Beginn jedes der vielen Kapitel gelungen.

Gute Unterhaltung!

„Tintentod“ gibt es als Gebundenes Buch und als Hörbuch.

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