Moviekritiken zu „Tage wie Jahre“ und zu „Krabat“ online

Bei einem Besuch im wohl unterbewertetsten Kino Deutschlands hatte ich die Gelegenheit sowohl einen mit Millionenaufwand produzierten Blockbuster ohne jeden handwerklichen Fehler zu sehen, als auch einen 40-minütigen Film eines bayerischen Jungregisseurs in der (Hochschul-)ausbildung. Und was ist das (nicht besonders) überraschende Ergebnis? Ich würde jedem sofort einen Besuch in „Tage wie Jahre“ empfehlen und gleichzeitig jedem vom Besuch von „Krabat“ abraten.
Es mag etwas unfair sein, zu sagen, dass man einen Film aufgrund seiner Story einfach nicht mag. Aber solange es für ein düsteres Machwerk wie Krabat ein Prädikat besonders wertvoll und eine Freigabe ab 12 gibt, muss man offensichtlich auch mal etwas offensiver die Gegenmeinung vertreten. Auslassen möchte ich mich über den Film aber sonst nicht.
Da schreibe ich lieber noch etwas über „Tage wie Jahre“! Ein Trio junger SPD-Enthusiasten hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht im tiefsten Bayern die Wählerschaft des eigenen Heimatdorfes noch vor der kurz bevorstehenden Wahl nachhaltig zu beeindrucken. Dies gelingt auch – aber leider nicht so wie erhofft. Autobiographisch geprägt und mit viel Enthusiasmus, Liebe und geschliffenen Dialogen in bayerischer Mundart und Latein (!) gelang Konstantin Ferstl ein sehr guter Film über jugendliche Begeisterung, traditionelle Verbohrtheit und den Wert von Freundschaft. Auf jeden Fall sehenswert! Und wer sich noch mehr informieren möchte, dem sei auch die Webseite empfohlen: www.tagewiejahre.de.

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