Kate Mosse: Labyrinth

Vor ca. 2 Jahren wurde das Buch ziemlich gepusht: mit Beilagen und Leseproben in Zeitschriften, Plakatwerbung etc. Hat irgendwie nicht recht gewirkt bei mir. Als mir die englische Version allerdings in Havana gebraucht für 2 Dollar angeboten wurde (und die Auswahl an nicht-spanischen Büchern nicht gerade üppig war) habe ich zugegriffen. Und bereut habe ich es ehrlich gesagt nicht!

Meine ursprüngliche Befürchtung war, dass es sich um die Geschichte einer Frau handelt, die bei einer Ausgrabung in ein Labyrinth stolpert und dort mehrere hundert Seiten umherirrt (eine nicht gerade spannende Vorstellung). Auch die Leseprobe erweckte diesen Eindruck bei mir. Glücklicherweise ist aber alles ganz anders:

In zwei verschiedenen Zeitebenen (Gegenwart und dreizehntes Jahrhundert) spielt die Geschichte um Häretiker, Kreuzzüge und – Überraschung – ein Labyrinth. Dieses wird jedoch nur ganz zu Beginn und am Ende betreten. Die Handlung spielt sich an ganz anderer Stelle ab. Dabei spielen die Hüter des Labyrinths, ein paar fiese Männer und einige tapfere Frauen eine Rolle.

Das Buch liest sich auf englisch sehr schön, will sagen: ausgefeilte Sprache, viele Detailbeschreibungen, ungewöhnliche Wörter und angenehm unverbrauchte Metaphern. Die Autorin Kate Mosse hat den „Orange Prize for Fiction“ mitgegründet und ist ein Mitglied der „Royal Society of Arts“. Es gibt eine Webseite zum Buch unter www.labyrinthbook.net.

Das Buch gibt es auf deutsch mittlerweile auch als Taschenbuch für 9,95 unter dem Titel „Das verlorene Labyrinth“ oder auf englisch unter „Labyrinth„.

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