Ted Dekker: Red

Untertitel: Der Tod des Meisters (Original: „Red: The Heroic Rescue“)

Gerade (auf deutsch) frisch erschienen: Der zweite Band der Circle-Triologie.

Worum geht’s?
Der erste Band (Black: Die Geburt des Bösen) endete mit dem Ausbruch bzw. der Freisetzung des Raison-Virus. Der zweite Band spielt erfreulicherweise mehr in der Fantasy-Welt als in der Realität. Thomas Hunter (die Hauptfigur aus dem ersten Band) ist innerhalb von 15 Jahren zum Helden der Wälder und dem Anführer der „Wächter des Waldes“ herangereift. Mit seiner Frau Rachelle hat er 2 Kinder. Bedroht werden die Wälder durch die „Wüstenmenschen“, die in letzter Zeit durch einen neuen General immer bedrohlicher werden. Und dann ist da noch der undurchsichtige Justin, der die Kampfmoral der Wächter des Waldes erheblich reduziert und offensichtlich versucht die Waldbewohner an die Wüstenbewohner zu verraten.
Durch die in der Fantasy-Welt erworbenen Fähigkeiten ist Thomas jetzt auch in der Realität besser dafür ausgerüstet, sich dem Kampf gegen die Terrorgruppe „Neues Bündnis“ zu stellen. Die Verbindungen zwischen hier und dort werden im Laufe des Buches immer vielseitiger und komplexer.

Kritikpunkte
Noch etwas nerviger als im ersten Teil wird die subjektive amerikanische Sichtweise der Weltpolitik deutlich. Der amerikanische Präsident ist die einzige weltpolitische Autorität, auf die es ankommt, alle andere sind Statisten oder Bösewichter. Diese Passagen muss man einfach überlesen oder man wird nicht glücklich. Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelnde Transparenz wie die Verbindung zwischen den Welten jetzt tatsächlich funktioniert und was die Gesetzmäßigkeiten dafür sind.

Positives
Die Wächter des Waldes erinnern (wahrscheinlich nicht von ungefähr) an die Reiter von Rohan aus dem Herrn der Ringe. Die Story gewinnt gegenüber dem ersten Band deutlich an Tiefe. Die entworfene Welt stellt eine deutliche Neuerung gegenüber derjenigen aus „Black“ dar, baut also nur bedingt auf dieser auf. Die Charaktere werden unterschiedlich stark akzentuiert, vor allem der des Justin ist gut gelungen.

Fazit
Ted Dekker hat sich nicht zurückgelehnt und die Versatzstücke des ersten Teils genommen um sich darauf auszuruhen, sondern sich tatsächlich die Arbeit gemacht die meisten Orte und Personen neu zu erfinden, einige Figuren zurücktreten und andere neu aufblühen zu lassen. Der schwierige Part das mittlere von 3 Büchern zu schreiben ist ihm damit gut gelungen. Ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Teil auf den man in Deutschland leider noch bis zum Frühjahr 2008 warten muss…

Neben der bereits erwähnten extrem umfangreichen englischen Seite www.teddekker.com gibt es mittlerweile mit www.ted-dekker.de auch ein deutsches Pendant. Aufwändig angelegt, aber leider bisher recht lieblos gefüllt und kein Vergleich zum Original – aber da die Seite erst seit kurzem (9. Oktober!) online ist, kann das ja noch werden!

Red – der Tod des Meisters“ und „Red: The Heroic Rescue“ sind bei Amazon erhältlich.

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