Sergej Lukianenko: Weltengänger

Dieser Russe ist ganz klar zu meinem Lieblings-ScienceFiction/Fantasy-Autor geworden. Auch in „Weltengänger“ zu dem es mittlerweile sogar eine Fortsetzung („Weltenträumer“) gibt wird dem Leser wieder eine ganz neue Welt aufgetan-

Worum geht’s?

Der Ich-Erzähler in Gestalt des Moskauers (wie sich die Dinge nur immer wiederholen) Kirill kommt eines Tages zurück in seine Wohnung und muss feststellen, dass dort eine Frau wohnt, die er nicht kennt und sein Hund ihn nicht mehr wiedererkennt. Im Laufe des nächsten Tages erkennen ihn auch seine Freunde und sogar seine Eltern nicht mehr. Dafür erhält er einen mysteriösen Anrufen, der ihn zu einem verlassenen Wasserturm lotst und ihm eine neue „Funktion“ zuweist: Die des Grenzers zwischen verschiedenen Welten. Dafür erhält er einige beeindruckende neue Fähigkeiten und Kontakt zu anderen Funktionalen. Etwas komplizierter wird es, als er einige Widerstandskämpfer gegen die Herrschaft der Funktionale kennenlernt.

Und – wie war’s?
Mehr als nur ein Hauch von Matrix weht durch dieses Buch, das ist unverkennbar. Dennoch hat das Buch seinen ganz eigenen Stil und die Anzahl der vorgestellten Welten und deren Komplexität ist deutlich höher. (Hier hätten sich die Wachowski-Brüder mal etwas für die lahmen Matrix-Fortsetzungen abschneiden können…). Sprachlich wie immer gut gelungen, enttäuscht hauptsächlich die Spannungskurve im letzten Fünftel und nicht zuletzt das Ende, das etwas hastig kommt und – ähnlich wie Matrix Revolutions – unvollständig und daher unbefriedigend ist. Grade so als hätte der Autor zwar noch viele Ideen aber einfach keine Lust mehr gehabt dieses Buch fertig zu schreiben, sondern lieber auf die Fortsetzung zu setzen.

Mein Fazit: Gut, aber nicht der ganz große Wurf.

„Weltengänger“ gibt es derzeit nur als broschiertes Buch.

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