Moviekritik zu „Frost/Nixon“ ist online

Selbst, wenn man über Nixon sehr wenig weiß, ist auffällig, dass größere politische Affären immer auf „-gate“ enden. Was mit dem einzigen je zurückgetretenen amerikanischen Präsidenten nach diesem denkbaren Ereignis geschah wusste ich bisher nicht. Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass er wohl immer noch im Gefängnis schmoren würde oder kurz danach gestorben sei. Doch mit diesen naiven Vorstellungen von Gerechtigkeit räumt der sehr empfehlenswerte Film Frost/Nixon gleich zu Beginn auf. Sein Amtsnachfolger (und vorheriger Vize) begnadigte Nixon nämlich sofort und umfassend, so dass er sich nie vor Gericht verantworten musste.

Der flatterige britische Talkshowmoderator David Frost bemühte sich, die Finanzierung für ein 12-tägiges Interview-Duell mit Nixon zu erhalten. Drei Jahre nach dessen Rücktritt war es dann soweit und anders als alle Beteiligten dachten, erwies sich Frost als würdiger Gegner für den alten Politstrategen.

Der Film basiert auf einem Theaterstück und wurde speziell für den Film angepasst. Er ist – das muss man einfach sagen – klasse gemacht und sowohl spannend, als auch geistreich. Klare Empfehlung!

P.S.: Sir David Frost lebt noch – was ich mir wirklich wünschen würde, wäre ein ähnliches Interview-Duell mit George W. Bush. Das gäbe richtig gute Quoten!

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