Sue Townsend: Adrian Mole – The Wilderness Years

Der vierte Band schildert die Entwicklung der Kult-Looser-Figur Adrian Mole von 20-25. Anders als im dritten Band hier wieder in der gewohnen Tagebuch-Variante. Inhaltlich geht es um seinen ersten miesen Jobs, seine zweite Freundin und seinen dritten Wohnort (nach Leicester und Oxford steht jetzt London an). Trotz aller vernünftigen Argumente nicht von seinen literarischen Ambitionen abzubringen arbeitet er an seinem ersten Roman, der eigentlich nur seine eigenen Erlebnisse widerspiegelt. Unter anderem geht es um einen Schriftsteller, der einen Roman über Höhlenmenschen schreibt, die einen Roman über sich selbst schreiben wollen. Während ihm also gerechterweise jeglicher schriftstellerischer Erfolg versagt bleibt, klettert sein ehemaliger Schulpeiniger Barry „Baz“ Kent mit einem Tagebuch in den Bestsellerlisten ganz nach oben.
Zu den interessantesten (und witzigsten) Stellen gehören nicht etwa die Zitate aus seinem Roman, sondern seine abartig schlechten Gedichte, mit denen er Pandorra wieder für sich zu gewinnen glaubt, jedoch alles nur noch schlimmer macht. Und vor allem natürlich die immer überdeutlichen Annäherungsversuche einer Verehrerin, die Adrian Mole mit seiner ihm eigenen Ignoranz einfach nicht wahrnimmt sind zum Lachen. Insgesamt hinterlässt das Buch jedoch einen recht traurigen Eindruck. Als der betrunkene Chef der Spelunke, in der er Teller wäscht alle außer ihm mit den Worten entlässt „Du darfst bleiben, du bist genau so ein Looser wie ich.“ hat das leider etwas treffendes.

Immerhin darf A. M. am Ende auf eine Schriftsteller-Reise nach Griechenland.

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